Stimmung

Es ist Montag. Für viele war das in Zeiten vor der Pandemie der Tag, an dem sie sich mühsam aufrafften, um einmal mehr zur Arbeit zu gehen, zu fahren, kurze oder längere Strecken zu pendeln. “Montags-Mimimi” war regelmäßig in diversen sozialen Medien zu lesen.

Seit der Pandemie lese ich montags viel weniger davon. Vielleicht, weil viele im Moment nicht pendeln müssen, oder weil es andere, und wichtigere Themen gibt, über die man reden und schreiben kann.

Ich hatte zwischendurch auch Phasen, in denen ich sonntags nicht gut einschlafen konnte und montags mit Bauchschmerzen ins Büro gefahren bin. Glücklicherweise ist das aber lange vorbei und inzwischen bin ich in verschiedenen Bereichen tätig, die mir alle gleichermaßen Freude machen und der Montag ist kein schlimmer Tag.

Die Überschrift zu diesem Blogbeitrag ist mehrdeutig.

Stimmung hat verschiedene Bedeutungen. Musikerinnen und Musiker denken wahrscheinlich an ihr Instrument und wie es gestimmt ist. Stimmung steht aber auch für Atmosphäre, für den Gemütszustand, für Ausstrahlung, Witterung und noch vieles mehr.

Wie gut bin ich heute gestimmt? Wie geht es mir? Wie äußert sich das, wie es mir geht, in meinem Ausdruck und in meiner Stimme?

Stimme und Stimmung sind verwandt. “Gut eingestimmt” ist ein Titel, den ich gerne für Workshops zum Thema Stimme verwende. Ich erlebe es immer wieder, dass Menschen ganz überrascht sind, wie vielseitig ihre Stimme ist, wenn sie einmal angefangen haben, sich damit zu beschäftigen.

Die Stimme ist ein Instrument, ein Werkzeug, über das viele gar nicht weiter nachdenken. Oder zu dem eine ambivalente Beziehung besteht – was sich dann äußert in Aussagen wie: man könne ja nicht singen oder man habe keine schöne Stimme.

Ich mochte meine Stimme auch nicht immer. Ich habe zwar immer gern gesungen, und ich habe keine Probleme damit, hörbar zu sein. Trotzdem habe ich eine Weile gebraucht, mich mit meiner Stimme anzufreunden. Irgendwann sagte mir mal jemand, Mensch, du hast so eine interessante Stimme und ich dachte, hä, was meint die denn, das kann doch gar nicht sein, ich klinge doch eigentlich nicht besonders toll. Aber inzwischen bin ich mit meiner Stimme zufrieden und schätze ihre Wandlungsfähigkeit und Kraft.

Es macht mir sehr viel Freude, Menschen dabei zu unterstützen, die Möglichkeiten ihrer Stimme zu entdecken. Am liebsten arbeite ich natürlich direkt mit den Leuten, aber ich mache auch gute Erfahrungen mit Online-Workshops für Gruppen und Einzelpersonen. Und viele Übungen, die der Stimme gut tun, lassen sich ganz wunderbar in den Alltag integrieren.

Ich bin als Musikerin sehr vielseitig. Im Studium dachte ich manchmal, ach, irgendwie kann ich ja nix richtig, nur von vielem ein bisschen und schielte neidisch auf die Leute mit einem künstlerischen Hauptfach. Heute kommt mir meine Vielseitigkeit zugute und ich stehe dazu und nutze sie weidlich. Und ich finde es überaus spannend, dass zwei meiner Lieblingsinstrumente mit Atmung bzw. Luft zu tun haben, nämlich die Stimme und die Orgel. Apropos Orgel, neulich wurde ich in eine Diskussion darüber verwickelt, ob eine Orgel überhaupt ein Instrument oder nicht vielmehr eine Maschine sei. Vielleicht schreibe ich irgendwann mal etwas dazu, wie ich das sehe.

Jetzt wünsche ich aber erst einmal einen schönen Montag, möglichst gute Stimmung und dass wir uns bald wiederlesen!

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May, music and more

Yes, yes, I know. It’s been ages that I’ve written a blog post.

So, here I am again, still trying to muddle through all the small and bigger challenges of this global pandemic that has affected the musical part of my life in a big way.

I don’t want to go on about how hard it is that concerts and recitals are cancelled and that livestreaming directly from “my” churches isn’t possible due to slow internet connection and that I miss my singing students and my choirs and all the rest, but I want to keep my eyes on the future and on my plans.

There’s still the possibility that concerts and recitals will be possible this year, so I will continue to work on my programmes and I have lots of ideas for new pieces.

For this blog, I have decided that I will concentrate on writing about music. In the past, “musical” blog posts have had more attention than everything else and one funny thing is that when I search e.g. for “organ music” and “female composers”, my own blog posts come up in the “top 10” of the search results, so I guess that’s pointing me into that direction, too. 😉 Of course I will still write about other topics whenever I feel like it and I will also make sure to write in both German and English.

I’m currently testing a new online format to bring organ music to people who don’t have the possibility to visit a church and listen to music there and as soon as I can say more about it, I will. I’m also working on offering online voice training, so if you’re interested in this, just drop me a line.

Today, I would like to share an article by my musician friend Erica Sipes where she writes about musical misperceptions and it’s really worth reading! The article resonated with me in several ways and I hope I’ll find the time to write something about this, too.

Until then, I hope you’ll come back to this blog every once in a while and thanks for reading!

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Der letzte Tag des Jahres

Ich habe lange überlegt, ob ich mich in die Reihe derer stelle, die mehr oder weniger schlaue, witziger oder sehr persönliche Jahresrückblicke schreiben. Dann dachte ich, nee, mach ich nicht, denn irgendwie ist Silvester fast ein Tag wie jeder andere und für mich nix wirklich Besonderes. Und manches, was ich dieses Jahr erlebt habe, möchte ich dann doch lieber für mich behalten und im Stillen in mir bewegen.

Das Jahr hatte es in sich. So viele Pläne, die in der Schublade bleiben mussten oder die frustriert zerknüllt und weggeworfen wurden. Und dennoch… bei allem, was dieses Jahr blöd war und nicht geklappt hat, gab es für mich doch einiges, was sehr gut war.

Und dafür bin ich dankbar und wünsche allen Leserinnen und Lesern meines Blogs, dass es auch bei ihnen etwas gibt, wofür sie dankbar sein können und freue mich darauf, wenn wir uns im nächsten Kalenderjahr hier wiederlesen.

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“Why don’t you get a proper job, luv?”

I don’t know how many times I’ve been asked this question. If you’re an artist or a musician, the question might sound very familiar. And this year, during the pandemic, a lot of you might have heard it (again).

People who tell us that we shouldn’t complain about lost income or poor support by the health and welfare system of our country, but get a proper job instead of making music or art, sometimes even mean well. They really do. But I guess they don’t realise that a comment like “don’t complain, go and get/do a proper job” is neither helpful nor fair. It is offensive, encroaching and impolite. Those same people often talk with verve about their favourite movie or actress or band. Where do they think this art work comes from?

Besides, what is a “proper job” anyway? I know that people who work in medical professions want (and deserve!) a lot more recognition (including more money) than they’re getting right now. Same goes for teachers and many other professions. But this doesn’t mean that artists or musicians or actors or writers can be disposed of or should just do their art in their spare time, after hours. And it doesn’t mean that one is more important than the other. I don’t want artists being played off against nurses, or truck drivers against musicians.

The question what kind of jobs we need and how these jobs should be paid is an interesting one. It should be led with an open mind and not by prejudice.

I’m far away from having a solution and I wish I could do more to support my colleagues who don’t work in two or more fields like I do, but who somehow have to get through all this and continue being a full-time artist. I’ve found a good way of life for me, being a part-time musician and also running a business, but this isn’t paradise either (at least not all the time) and might not be the right way for others.

However, if it helps… this “get a proper job, luv” isn’t always directed at musicians and artists. When I was working as a teacher, when I was working in early years education, when I was working as a consultant in a company that was going bust, there have always been “helpful” people who suggested that I should get a “proper job”. Sometimes I tell them that I have a licence for HGVs and a valid driver card and this shuts them up for a second.

If you’re a musician or an artist struggling with your situation: you’re not alone. What I can say is: try to muddle through, somehow, don’t lose hope. And if you do have to take another job in the meantime, don’t despair. It is possible to go back into art/music after a break. I won’t say it’s easy, but it is possible. I did it, and I hope you’ll be as confident!

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Mal wieder Mittwoch

Ja, ja, ich weiß, ich schreibe im Moment sehr selten. Aber es geht mir gut.

Vor ein paar Tagen habe ich die diesjährige Tomatensaison für beendet erklärt. Die Ernte war zufriedenstellend, wenn auch kleiner als im vergangenen Jahr. Zwei meiner Chilipflanzen habe ich ins Haus geholt, damit die daran befindlichen Früchte noch eine Chance haben, auszureifen. Bisher sieht es auch gut aus. Die Kräuter sind ins Winterquartier umgezogen. Demnächst steht auch der Herbstschnitt für den Lavendel an, aber das hat noch ein wenig Zeit.

Unser Hof hat ein neues Pflaster bekommen und es sieht super aus. Fast schon zu ordentlich, weil man sich ja an das Baustellenchaos der letzten Monate gewöhnt hatte. Nun steht noch einiges an Arbeit im Inneren unseres neuen Nebengebäudes an und ich freue mich schon darauf, wenn ich irgendwann dort mein Büro beziehen kann. Ob das noch in diesem Jahr sein wird? Wer weiß…

Und ob ich jetzt wieder öfter blogge, weiß ich auch noch nicht. Das wird sich zeigen. Ich werde jedenfalls nichts versprechen, was ich dann möglicherweise nicht halten kann 😉

Aber ich gehe doch davon aus, dass es dieses Jahr noch mindestens einmal der Fall sein wird, dass ich einen neuen Beitrag schreibe.

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Orgeltag 2020

Der zweite Sonntag im September ist Tag des offenen Denkmals. Viele wissen das, ebenso viele wissen das nicht. Dass der zweite Sonntag im September seit zehn Jahren auch Orgeltag ist, wissen selbst manche Organist:innen nicht.

Ich gebe ja traditionell einmal im Jahr ein Orgelkonzert in meiner Gemeinde. Mal auf meiner Hauptorgel, dem einmanualigen Schatz des Orgelbauers Heinrich Keller von 1858, mal auf der größeren Bernhard-Orgel mit zwei Manualen, erbaut 1911.
Dieses Jahr war wieder die “Kellerin” dran. Und ich dachte, warum nicht mal ein anderes Format probieren und nicht einfach nur fünf Viertelstunden am Stück Musik machen, sondern den ganzen Nachmittag immer mal musizieren und dazwischen mit Leuten reden und Kaffee trinken und Kekse essen.

Was ich spielen wollte, wusste ich schon zu Jahresanfang und so teilte ich im Februar dem Pfarramt mit, dass ich für den 13. September einen offenen Orgelnachmittag plane.

Dann kam Fasching, und dann kam ein Virus. Aber ich habe unverdrossen weiter an meinem Programm gearbeitet. Und ganz viele kleine Videos aufgenommen, damit Menschen wenigstens online Orgelmusik lauschen können. Seit Ende Mai feiern wir wieder Gottesdienste, aber das mit den täglichen Videos habe ich bis heute beibehalten. Manchmal schleicht sich ein Klavierstück zwischen die Orgelmusik. 😉

Und ich kann berichten, dass wir am Orgeltag tatsächlich eine Veranstaltung durchführen konnten! Zwar ohne Kaffee und Kuchen, und mit viel organisatorischem Aufwand, aber es gab Orgelmusik. Live und in Farbe 🙂

Angefangen habe ich mit einem “Kuschelkissenkonzert” für Kinder (und natürlich auch für Erwachsene), wo ich mit Hilfe von Akkordeon, Blockflöten und Melopipes die Funktionsweise einer Orgel erklärt habe und wo wir mit Abstand und Mund-Nasen-Schutz die Orgel auf der Empore angeschaut haben und dann moderne Orgelmusik anhörten, nämlich:
Pietro Cattaneo (* 1998): Little Partita „Frère Jacques“
Carlotta Ferrari (* 1975): Animal Farm
Rosalie Bonighton (1946-2011): Fanfare with Promenade

Dann gab es eine kleine Pause, und dann immer zur vollen und halben Stunde wieder Orgelmusik.
Zunächst “ein Hauch von Jazz” mit Werken von Rosalie Bonighton, Sarah Watts und Heather Hammond.

Danach die Sonate in g-Moll von C.P.E. Bach (1714-1788)
Wq 70/6, H 87 (Allegro moderato – Adagio – Allegro)

Wir feierten die beiden “250er”, Rinck und Beethoven:
Johann Christian Heinrich Rinck (1770 – 1846): „Freue dich sehr o meine Seele“, Choral mit zwei Variationen aus „Der Choralfreund“
Joh. Chr. H. Rinck: Adagio op. 57/9
Ludwig van Beethoven (1770 – 1827): Präludium f-Moll, WoO 55
Joh. Chr. H. Rinck: Choral und Variationen „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ aus op. 55

Ein Ausflug nach Italien folgte:
Anna Bon di Venezia (c. 1740 – ?): Sonate in C-Dur
Allegro – Andante – Minuetto con variazioni
Giacomo Puccini (1858 – 1924): Sei Versetti in Fa maggiore
Maestoso – Andante – Moderato – Allegro brillante – Andante mosso – Allegro con moto

Inzwischen war es 18 Uhr. Zeit für die Abendmusik:
Kate Boundy (c.1866 – 1913)
Even Song

Alice Sauvrezis (1866 – 1946)
Choral

Carlotta Ferrari (*1975)
Preghiera della sera

Hedwige Chrétien (1859 – 1944)
Andante espressivo

Charles W. Pearce (1856 – 1928)
Meditation in a village churchyard

Pasi Lyytikäinen (*1975)
Lonely Humming (aus dem musikalischen Tagebuch, Frühjahr 2020)

Will Macfarlane (1870 – 1945)
Lullaby

Josef Gabriel Rheinberger (1839 – 1901)
Abendfriede (aus op. 156)

Fazit: Es war eine tolle Veranstaltung, und das Format werde ich irgendwann wieder aufgreifen. Nächstes Jahr spiele ich Werke von englischen und französischen Komponist:innen auf der Bernhard-Orgel; mehr dazu bei Gelegenheit hier im Blog.

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Verschlungene Pfade

Einer meiner Lieblingsfilme ist “Sliding Doors” (weniger wegen Gwyneth Paltrow, eher wegen John Hannah). Wer den Film nicht kennt, darin werden zwei Geschichten parallel erzählt, die der Protagonistin passieren. Einmal erwischt sie die U-Bahn, einmal erwischt sie sie nicht. Und von diesem Ereignis ausgehend gibt es zwei Szenarien mit ganz unterschiedlichen Entwicklungen.

Dieser Film kam mir in den Sinn, als ich neulich beim Aufräumen einen Brief wieder fand, in dem mir eine Stelle als Lehrerin an einer Musikschule angeboten worden war. Ich hatte diesen Brief ganz vergessen und mir jahrelang in der Erinnerung zurechtgelegt, dass mich ja niemand wollte. Aber die Geschichte war doch ein wenig anders, und ich erinnere mich nun wieder gut daran, dass ich zwar als Musiklehrerin arbeiten wollte, aber nicht dort und nicht mit diesem Schulleiter, der mir am Ende des Auswahlprozesses mitgeteilt hatte, dass ich “zu kreativ” sei und bei ihm bitteschön nach seinen bewährten Ideen arbeiten sollte. Das wollte ich Sturkopf natürlich nicht. Also sagte ich ab.

Und mein Berufsleben nahm eine völlig andere Richtung. Eine Zeitlang habe ich das bedauert und auch mit mir gehadert, weil ich dachte, ich hätte etwas weggeworfen.

Aber inzwischen bin ich mit mir selbst wieder ganz im Reinen, denn ich habe auf meinen bisherigen Wegen viel Spannendes gemacht und erlebt und tolle Menschen kennen gelernt und bin heute in der glücklichen Situation, mehrere Standbeine zu haben. Musik ist eines davon und auch ein Wichtiges, und die längere Pause, die ich zwischendurch hatte, nehme ich nun nicht mehr als Nachteil wahr. Und es ist unglaublich spannend, schlummernde Fähigkeiten wieder aufzuwecken.

Übrigens habe ich den Brief nicht behalten. Wenn schon aufräumen und ausmisten, dann ordentlich. 😀

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Schon wieder Juli

Hui, was rennt die Zeit und doch scheint sie so oft still zu stehen.
Ich war hier im Blog ein paar Wochen untätig, aber ich denke, das wird sich wieder ändern und es wird hier wieder häufiger etwas zu lesen geben.

Nun sind wir also laut Kalender in der zweiten Jahreshälfte und ich bin vorsichtig optimistisch. Klar, vieles war in den letzten Monaten sonderbar, war auch bedrückend, energieraubend und überhaupt nicht so, wie ich es mir vorgestellt hätte. Aber vieles war auch ganz wunderbar und ich bin dankbar über die Entwicklungen, die sich für mich in einigen Bereichen ergeben haben.

Gerade fällt mir auf, dass ich schon ganz lange nichts mehr zur diesjährigen Tomatenzucht geschrieben habe. Für die, die es interessiert: die Tomatenpflänzchen sind alle gewachsen und wohnen inzwischen draußen im Tomatenhaus und auch in großen Töpfen. Von der Nachbarin habe ich noch drei neue Sorten geschenkt bekommen, und die blühen teilweise schon kräftig. Natürlich habe ich vergessen, welche Pflanze welche Sorte ist, aber das sehe ich ja dann, wenn die Früchte reifen.

Auch musikalisch tut sich wieder ein wenig. Die Planungen für ein Orgelkonzert mit abstandhaltendem Publikum sind in vollem Gange, und ich hoffe sehr, dass wir das auch durchführen können. Außerdem “steht” mein 2021er Programm jetzt ebenfalls (einige Stücke brauchen aber noch ein bisserl Übung) und auch für 2022 habe ich schon die ersten Ideen. Darüber werde ich bei Gelegenheit hier auch berichten.

Auf unserer Baustelle warten wir im Moment darauf, dass Dachdecker und Zimmerleute mit ihrer Arbeit beginnen. Eigentlich hatte das schon im Juni sein sollen, aber mit einer gewissen Verzögerung hatten wir gerechnet. Und so lange der Rohbau nach einem Regenguss immer wieder von der Sonne getrocknet wird, ist das Fehlen eines Dachs auch nicht so tragisch.

Ich wünsche ein schönes Wochenende und freue mich aufs Wiederlesen 🙂

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Filed under Haus, Landleben, Musik

Zeit für Kunst

Die aktuelle Situation mit Kontaktbeschränkungen und Veranstaltungsabsagen trifft nicht nur Musiker:innen, sondern auch andere Kulturschaffende. Viel ist in den Medien zu lesen über Branchen, die es schwer haben, über Arbeitsplätze, über Ungewissheiten, und manche Lösungsideen sind bei näherer Betrachtung nicht mehr als ein hübsches Tuch, das man über einen Haufen Staub in der Ecke des Zimmers legt.

Ich möchte aber nicht in den großen Chor der Wehklagenden einstimmen (apropos Chor, ich würde so gerne wieder mit anderen gemeinsam singen, aber da war ja die Sache mit der Geduld.), sondern möchte hier auf Künstler:innen hinweisen, die spannende Sachen machen und die ich selbst gerne unterstütze.

Marlies Blauth habe hier ich im Blog schon einmal vorgestellt, und sie zaubert nicht nur mit Worten, sondern auch mit Bildern, Illustrationen…

Dann gibt es eine virtuelle Ausstellung im Kunstgarten, die sehenswert ist. Einige der Künstler:innen, die dort präsent sind, kenne ich persönlich und schätze ihre Arbeit sehr. Und so vielfältig wie die Künstler:innen sind auch die Werke und ich könnte mir vorstellen, dass da für jede:n etwas Interessantes dabei ist.

Es gibt natürlich noch viel mehr Kunst und Kultur, die es wert ist, unterstützt und geteilt zu werden und ich freue mich über weitere Empfehlungen und Tipps.

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Geduld

“Gras wächst nicht schneller, wenn man dran zieht” ist ein geflügeltes Wort, das in vielen Bereichen sehr beliebt ist. Ich habe es auch schon verwendet, weil ich das Bild mag und sehr aussagekräftig finde.

Manchmal muss man einfach warten können. Geduldig sein.

Im April hatte ich bei meiner Lieblingsbuchhandlung einige Bücher bestellt. Es stellte sich heraus, dass alle gewünschten Bücher direkt beim Verlag zu bestellen waren, und ich wurde gebeten, mich auf eine Woche Wartezeit einzustellen. Da ich es nicht eilig hatte, war das gar kein Problem. Letzte Woche, drei Wochen nach meiner Bestellung, dachte ich so bei mir, es wäre nun doch allmählich nett, die Bücher zu bekommen. Ich rief also an und fragte nach. Antwort: “Die sind auf dem Weg zu Ihnen, haben wir gestern zur Post gebracht.” Und tatsächlich kam die Sendung dann am gleichen Tag an. Da hätte ich also gar nicht anrufen müssen 😀

Ähnliches mit einer Notenbestellung. “Lieferbar in 1 bis 4 Wochen”, hieß es vor vier Wochen. Gestern dann die Mail, die Sendung sei unterwegs zu mir.

Hätte es etwas gebracht, wenn ich versucht hätte, diese Lieferung irgendwie zu beschleunigen? Vermutlich nicht. Ja, ich hätte vielleicht woanders bestellen können, aber ich unterstütze kleine oder regionale Läden einfach gerne, vor allem, wenn ich insgesamt einen wunderbaren Service bekomme. Dass das nicht selbstverständlich ist, weiß ich auch, und freue mich umso mehr über die Fälle, in denen es eben so ist.

 

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