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Besuch am Grab

Sieben Monate ist es nun her, dass du gestorben bist, lieber Schwiegervater.

Sieben Monate, in denen wir uns langsam daran gewöhnen, dass vieles anders ist.

Dein Bild steht immer noch auf der Anrichte, du lächelst und ich denke immer noch, gleich kommst du zur Tür herein.

Ich ertappte mich dabei, dass ich den Fotoapparat in der Hand hielt und dachte, so hast du das auch immer gemacht.

Deine Frau und ich standen im Keller vor einem dieser vielen Kartons mit Papierkram, den du unbedingt aufheben wolltest und mussten gleichzeitig schmunzeln und schlucken.

Was du mit den französischen Zeitungen aus dem Urlaub wolltest, wissen wir bis heute nicht. Du sprachst ja nicht einmal französisch.

Frankreich hast du geliebt, Lavendel ebenso, und so haben wir Lavendelbüsche auf dein Grab pflanzen lassen.

Es ist viel Leben dort an deinem Grabstein. Die Hummeln lieben die Lavendelblüten und du hast jeden Tag Besuch, auch wenn wir nicht vorbeikommen können.

Aber in Gedanken besuchen wir dich oft und stellen uns vor, dass es dir gut geht, wo immer du auch bist.

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Innehalten

Wer mir bei Twitter folgt, weiß, dass ich ab Gründonnerstagabend stets eine kleine Pause mache und erst ab Ostersonntag wieder schreibe.
Es hat weniger damit zu tun, dass ich der alljährlichen Diskussion um das Tanzverbot am Karfreitag entgehen möchte, sondern es hat vor allem damit zu tun, dass ich mir bewusst die Zeit nehmen möchte, einmal innezuhalten und besonders den Karfreitag nicht wie einen ganz normalen Tag zu gestalten.

Es gibt viele andere Tage und andere Gründe, einmal einen Tag Pause vom Alltag zu machen. Um den Wunsch nach Stille bei anderen respektieren und akzeptieren zu können, muss ich erst einmal wissen, dass sie diesen Wunsch haben. Insofern kann die Diskussion um das Tanzverbot an manchen Tagen eigentlich nur der Anfang sein, dass wir darüber ins Gespräch kommen, was uns wichtig ist und warum das so ist.

Vielleicht wird es eines Tages so sein, dass wir in unserer bunten, vielfältigen Gesellschaft verschiedene stille Tage haben, die nur manche von uns begehen und die den anderen “nichts bringen”, und wenn wir an den Punkt kommen, dass wir einander nicht mehr als altmodisch, Spaßbremsen, Nichtversteher oder gar dumm hinstellen, dann ist viel gewonnen.

Ich möchte jedenfalls neugierig bleiben und freue mich über jede Diskussion mit Menschen, die einen anderen Standpunkt vertreten als ich – wenn wir unsere Standpunkte respektieren und nicht schlechtmachen, können wir eine Menge voneinander profitieren.

In diesem Sinne wünsche ich allen meinen Leserinnen und Lesern einen wunderbaren Start in die Woche!

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Die Woche (11&12)

Nach einer kleinen Pause kommt der Wochenbericht heute im Doppelpack.

Es gab einige Highlights, und das ein oder andere Erlebnis zum Kopfschütteln. Gesundheitlich geht es mir inzwischen so gut, dass eine Wiedereingliederung am alten Arbeitsplatz ansteht – zumindest, wenn der Arbeitgeber zustimmt. Ob alles so abläuft wie geplant werde ich nächste Woche berichten.

Der Höhepunkt der letzten beiden Wochen war eindeutig das Konzert von Sunna Gunnlaugs, Scott McLemore und Þorgrímur Jónsson in Karlsruhe. Ich mag die Musik des Trios schon seit langem und habe einige Aufnahmen, und live auf der Bühne sind sie ein ganz tolles Erlebnis. Wer mal reinhören möchte: http://www.sunnagunnlaugs.com/

Dann hatten wir Besuch von einem lieben Bekannten, mit dem ich seit gut 12 Jahren online Kontakt hatte, aber irgendwie hatten wir es nie geschafft, uns zu treffen. Bis jetzt. Es war ein wunderbarer Nachmittag und wird sicher nicht das letzte Treffen gewesen sein.

Ein Kopfschüttelerlebnis hatte ich bei meiner Suche nach einem neuen Handy. Seit einer gefühlten Ewigkeit hatte ich immer Nokiahandys, aber irgendwie sagen mir die aktuellen Nokias nicht zu, so dass ich überlegte, mal etwas anderes zu nehmen. Darüber nachgedacht hatte ich schon vor ein paar Monaten, doch akut wurde das Thema erst, als bei meinem Nokia die Macken massiv zunahmen und so entschied ich mich doch recht schnell für ein neues Modell. Da ich ein Telefon mal in der Hand gehabt haben möchte, bevor ich es kaufe, und da ich gerne auch in einen Laden gehe, anstatt online einzukaufen, fuhr ich in die nächste Kleinstadt, um mir Handys anzuschauen. Die “Beratung” war gelinde gesagt eine Katastrophe. Es wurde überhaupt nicht gefragt, was ich mit dem Telefon vorhabe, ob ich viel oder wenig telefoniere, viel oder wenig surfe, sondern die Handys wurden mir allein aufgrund ihrer Prozessorgeschwindigkeit empfohlen. Und als ich dann mein altes Nokia aus der Tasche zog, konnte sich der Verkäufer das Lachen nicht verkneifen und sagte, mein Handy sei ja so alt, das habe ja noch gar keinen Prozessor, und es würde ja Zeit, dass mir mal jemand zu einem zukunftsfähigen Gerät verhelfe.
Ich habe dort nicht gekauft, sondern mein Telefon bei der sehr freundlichen und zuvorkommenden Kundenhotline meines Mobilfunkanbieters bestellt.
Übrigens war ich am gleichen Tag in besagter Kleinstadt in einem Elektrofachmarkt, wo die Beratung so klasse war, dass ich mit dem örtlichen Handel wieder versöhnt wurde.
Das mit dem fehlenden Prozessor in meinem alten Handy sorgte für große Heiterkeit unter meinen technikaffinen Freunden.

Bis nächste Woche!

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Die Woche (5)

Im Wechselbad der Gefühle… anders kann ich die Woche kaum beschreiben.

Es gab viel Stoff zum Nachdenken, schöne Stunden in der freien Natur, die übliche Hausarbeit, doch nach einem unerwarteten und deshalb umso heftiger empfundenen gesundheitlichen Rückschlag war das Wochenende erst einmal gelaufen.

Am Montag entstand dann ein neuer Blogbeitrag, für den ich so viel Zustimmung und positive Rückmeldung bekommen habe, dass die Welt schon gleich wieder viel heller und bunter wurde. Danke dafür!

Dank meiner (über)eifrigen Sachbearbeiterin bei der Krankenkasse, die sich ständig etwas Neues einfallen lässt, wurde es noch nichts mit der Reduzierung der Häufigkeit meiner Arztbesuche, aber immerhin freuen sich die Damen an der Anmeldung immer, mich zu sehen und interessieren sich sehr für meine Strickfortschritte. Da ich nie weiß, wie lange ich warten muss, habe ich das Strickzeug im Wartezimmer stets zur Hand.

Es heißt weiterhin Geduld zu haben und nicht zu schnell sein zu wollen, ein andauernder Lernprozess für mich.

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Die Woche (2)

Die Sonne scheint, für einen Januartag ist es recht warm, und es ist schon wieder Zeit für den nächsten Wochenrückblick.

Da ich im Moment viel zuhause bin, passiert nicht allzu viel, bis auf das wiederkehrende Element des wöchentlichen Arztbesuchs. Der Alltag besteht hauptsächlich daraus, morgens die Energie zum Aufstehen zu finden und dann nach einer mehr oder weniger langen Rumhängephase auf dem Sofa oder auf meinem Lieblingssessel am Nachmittag aktiv zu werden, im Garten zu wuseln, Holz aufzuschichten, zu stricken, zu lesen oder zu singen.

Manchmal habe ich auch richtig viel Lust zu kochen. Gestern kam Lauchcremesuppe auf den Tisch, und weil sie so lecker und einfach zu machen ist, hier mal das Rezept:
Lauch putzen und in feine Ringe schneiden (für 4 Personen nimmt man gut ein Pfund Lauch). In Butter andünsten, dann ein wenig Mehl dazu für eine ordentliche Mehlschwitze. Mit Brühe aufgießen (bei 4 Personen ca. 1 Liter), aufkochen und köcheln lassen, für etwa eine Viertelstunde. Dann Sahne dazu (ein Becher für 4 Personen), gut umrühren, und abschmecken mit Salz, Pfeffer und, wer mag, Muskatnuss. Ich mag Muskatnuss sehr gerne und nehme immer eine ordentliche Menge, aber das muss man einfach ausprobieren.
Man kann geröstete Weißbrotwürfel in die Suppe geben, oder, wenn’s gar nicht ohne Fleisch geht, Speck anbraten und hineingeben.

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Weihnachten

Für viele ist Weihnachten ein stressiges, sinnloses Fest mit Familienstreit und viel zu viel zu essen, und jedes Jahr wird gefragt, wozu man sich das überhaupt antut.

Ich mag Weihnachten.

Für mich ist es mehr als nur ein Fress- und Konsumfest, an dem man zufällig auch noch ein paar Tage frei hat (wenn man nicht in Rettungsdienst, Pflege o.ä. arbeitet).

Auch bei uns gibt es Geschenke, und auch bei uns gibt es etwas Gutes zu essen, und möglicherweise auch etwas mehr. Wir denken ganz bewusst darüber nach, was wir machen wollen, und gestalten das Fest so, dass es für uns etwas Besonderes ist. Traditionen und Rituale, die wir mögen, bewahren wir. Was uns nichts bringt, machen wir nicht. Und ich bin sehr froh und dankbar, dass uns das möglich ist.

Allen meinen Leserinnen und Lesern, die Weihnachen feiern, und allen, die nicht feiern, wünsche ich ein paar schöne, besinnliche, geruhsame, gemütliche, entspannte, glückliche Tage!

Wir lesen uns im neuen Jahr wieder.

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Was ich so mache…

… wenn ich eine Weile nicht blogge:
* Bücher lesen
* Tagebuch schreiben (auf Papier, mit Tinte)
* Haus renovieren
* Erste Hilfe unterrichten
* Musik hören
* Musik machen
* stricken
* kochen
* LKW fahren
* im Garten wurschteln

Und ja, natürlich könnte ich über all das auch bloggen. Nur bin ich manchmal einfach zu müde, zu faul, zu unlustig. Aber ich freue mich über all diejenigen, die trotzdem immer mal hier reinschauen, um zu sehen, ob es etwas Neues gibt. Wenn’s mich wieder packt, schreibe ich hier dann einfach etwas mehr.

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