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Es ist geschafft! Und es geht weiter…

Ich bin jemand, die sich sehr schwer von Dingen trennen kann. Es dauert üblicherweise Jahre, bis ich einen Gegenstand entsorge, den ich eigentlich nicht mehr brauche oder längere Zeit weder angefasst noch vermisst habe.

Als wir unser Haus gekauft haben, war ziemlich schnell klar, dass wir eines der Nebengebäude nicht dauerhaft nutzen können und wollen. Wir hatten auch eine gute Idee, was wir statt dessen haben wollen und haben uns diesen Neubau genehmigen lassen. Ich verrate jetzt nicht, wie lange das her ist 😉 Wir wussten von Anfang an, dass wir mit Haus und Nebengebäuden und Grundstück ein mehrjähriges Projekt haben und haben uns ganz bewusst dafür entschieden. Jedenfalls ruhten die Neubaupläne eine Weile, wir konzentrierten uns auf andere Themen und Baustellen, aber so eine Baugenehmigung hält halt nicht ewig und so machten wir uns Ende letzten Jahres daran, das Nebengebäude auf- und auszuräumen.

Das klingt leichter, als es war. Denn über die Jahre hatte sich so einiges angesammelt – der Platz war halt da, und bei unserem Hobby und der damit einhergehenden Ersatzteilsammlung ist es mit zwei, drei Kisten nicht getan.

Ein Freund kam mehrmals zu Besuch, um mit mir zusammen unzählige Male zwischen den Nebengebäuden hin und her zu laufen und Kisten und Ersatzteile und vieles mehr an einen neuen Aufbewahrungsort zu bringen und anderes zur Entsorgung vorzubereiten.

Kurz vor Weihnachten kam es dann noch zu einer schmerzlichen Trennung. Wir hatten ein Auto, das seiner Fertigstellung (Restaurierung) harrte und aus dem Nebengebäude raus musste, weil das ja abgerissen werden sollte. Nun stellte sich heraus, dass es mit den Teilen, die wir schon besorgt hatten, wohl nicht getan wäre und dass das Restaurierungsprojekt vermutlich noch einmal viele Monate und Euros verschlingen würde, mit unklarem Resultat, da der Rost auch einige tragende Teile angegriffen hatte. Wir entscheiden uns also schweren Herzens, den Schrotti anzurufen und das Auto abholen zu lassen. Ich hing sehr an dem Wagen und habe mit dieser Vernunftsentscheidung wirklich gekämpft, aber wir haben ja noch andere Oldtimer auf dem Hof und es bleiben schöne Erinnerungen.

Und dann war das Gebäude leer und es ging an den Abriss. Wir haben ein paar Tage schwer geschuftet. Glücklicherweise hatten wir Hilfe – und ich glaube, unser Nachbar hat nicht nur aus reiner Nachbarschaftsfreundlichkeit mitgeholfen, sondern auch, weil ihm die Arbeit mit dem Traktor und dem Frontlader so großen Spaß macht.

Nun ist es tatsächlich geschafft. Es steht nur noch die Bodenplatte, alles andere ist weg.

Als nächstes wird ein Bauunternehmen kommen und die Bodenplatte entfernen und alles für den Neubau vorbereiten. Ich bin gespannt, wann es los geht. Das werden chaotische Monate, aber wenn es dann fertig ist, ist es sicher ganz wunderbar.

 

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